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Kündigung durch den Arbeitnehmer

Letzte Änderung
Letzte Änderung 24.03.2017
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Letzte Änderung:24.03.2017

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Kündigung durch den Arbeitnehmer

Mit diesem Dokument können Sie als Arbeitnehmer Ihren Arbeitsvertrag fristgerecht (ordentlich) oder fristlos (außerordentlich) kündigen.

WAS SOLLTE MAN BEI EINER ORDENTLICHEN KÜNDIGUNG BEACHTEN?

Die gesetzliche Kündigungsfrist sieht vor, dass der Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis in der Regel fristgerecht vier Wochen zum fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats kündigen kann.

 

WAS SOLLTE MAN BEI EINER AUßERORDENTLICHEN KÜNDIGUNG BEACHTEN?

Ein Arbeitgeber muss dem Arbeitnehmer in der Regel mehrmals abmahnen, bevor er eine fristlose Kündigung erteilen darf. Für den Arbeitnehmer gilt das nicht immer, sondern hängt vom jeweiligen Kündigungsgrund ab.

So dürfen Sie nach einem tätlichen Angriff oder einer schwerwiegenden sexuellen Belästigung natürlich sofort der Arbeit fernbleiben.

Bei einer ausbleibenden Gehaltszahlung oder dem Zahlungsverzug seitens des Arbeitgebers wiederum, müssen Sie diesen erst einmal abmahnen und ihm eine letzte Frist setzen. Erst, wenn Ihr Gehalt nach Verstreichen dieser Frist (spätestens aber nach zweieinhalb Monaten) nicht auf Ihrem Konto ist, rechtfertigt dies eine außerordentliche Kündigung. Lassen Sie sich daher frühzeitig von einem Fachmann beraten, ob eine fristlose Kündigung in Ihrem individuellen Fall haltbar ist und wie Sie dabei vorgehen müssen.

Die außerordentliche Kündigung als letztes Mittel ausnahmsweise erlaubt, wenn Folgendes vorliegt:

  • Wichtiger Grund: Es muss einen schwerwiegenden Grund für die sofortige Beendigung des Arbeitsverhältnisses geben. Der Grund muss so wichtig sein, dass es dem Kündigenden nicht mehr zumutbar ist, auch nur die Kündigungsfrist abzuwarten. Fehlt der wichtige Grund, ist die Kündigung unwirksam.
  • Berücksichtigung der Interessen beider Seiten: Bei der Bewertung, ob ein wichtiger Kündigungsgrund vorliegt, müssen auch die konkreten Interessen beider Seiten angemessen berücksichtigt werden. Das bedeutet: Auch entlastende Umstände sind zu bedenken. Soziale Erwägungen sind von Bedeutung. Vor allem eine lange Dauer des Arbeitsverhältnisses kann dazu führen, dass eine außerordentliche Kündigung trotz schwerwiegender Vorkommnisse eben doch nicht möglich ist.
  • Frist von zwei Wochen: Eine außerordentliche Kündigung kann nur innerhalb einer zweiwöchigen Erklärungsfrist nach § 626 Abs. 2 BGB ausgesprochen werden. Die Frist beginnt, sobald der Kündigungsgrund bekannt ist. Muss der Arbeitgeber den Kündigungsgrund erst recherchieren, beginnt die Zweiwochenfrist nach dem Abschluss dieser Aufklärung. Das Kündigungsschreiben muss vor Ablauf der Frist dem Kündigungsadressaten zugestellt worden sein. Kündigungsschreiben sollten als Einschreiben versandt werden.


WIE VERWENDET MAN DAS DOKUMENT?

Die Kündigung durch den Arbeitnehmer muss bei der ordentlichen Kündigung fristgerecht und schriftlich erfolgen. Der Arbeitnehmer kann das Arbeitsverhältnis jederzeit ordentlich kündigen. Eine Ausnahme gilt für befristete Arbeitsverträge gemäß § 15 Abs. 3 TzBfG. Demnach kann ein Arbeitsverhältnis nur dann gekündigt werden, wenn diese Möglichkeit einzelvertraglich oder in einem auf den Arbeitsvertrag anwendbaren Tarifvertrag vereinbart worden ist.

Folgende Punkte wurden in diesem Dokument berücksichtigt:

  • Angaben zum Arbeitgeber
  • Angaben zum Arbeitnehmer
  • Kündigungsfrist
  • Kündigungsgrund
  • Kündigungstermin
  • Ort, Datum

Anschließend muss die Kündigung vom Arbeitnehmer unterschrieben würden. Aus Beweisgründen ist es ratsam eine Kopie der Kündigung aufzubewahren.


DAS ANWENDBARE RECHT

Bürgerliches Gesetzbuch, Bundesurlaubsgesetz, Entgeltfortzahlungsgesetz, Mindestlohngesetz, Teilzeit- und Befristungsgesetz, Handelsgesetzbuch, Gewerbeordnung, Arbeitnehmererfindungsgesetz, Urheberrechtsgesetz, Nachweisgesetz.


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