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Berliner Testament

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Letzte Änderung 12.07.2018
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Formate Word und PDF
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Bewertung 4,3 - 3 Rezensionen
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Letzte Änderung: 12.07.2018

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Berliner Testament

Ein Berliner Testament ist ein gemeinschaftliches Testament von Ehe- oder Lebenspartnern nach § 2265 BGB und LPartG (Lebenspartnerschaftsgesetz).

Mit diesem Testament setzen sich Ehe- oder Lebenspartner gegenseitig zu Alleinerben ein und bestimmen für den Fall des Todes des zuletzt verstorbenen Partners Dritte (meist die Kinder) als Nacherben.

Vorteil des Berliner Testaments ist, dass die Ehe- oder Lebenspartner sich gegenseitig finanziell absichern. Derjenige, der länger lebt, erbt alleine und kann folglich auch über das Gesamtvermögen alleine verfügen, ohne mit beispielsweise Nachkommen (der Kinder) eine Erbengemeinschaft zu bilden.


WAS SOLLTE BEACHTET WERDEN

Folgendes sollte bei dem Berliner Testament genau beachtet werden:

1. Pflichtteilsanspruch der gesetzlichen Erben bzw. Kinder

Beim Berliner Testament erben die Kinder des jeweiligen Paares erst, wenn beide verstorben sind. Rechtlich bedeutet dies, dass die Kinder durch den Tod des ersten Partners enterbt werden. Diese können dann jedoch beim überlebenden Elternteil ihren sogenannten "Pflichtteil" nach § 2303 BGB einklagen. Dieser Pflichtteil ist die Hälfte des gesetzlichen Anspruchs.

Um dies zu verhindern, ist es gängig, in ein Berliner Testament eine sogenannte Strafklausel einzufügen. Diese besagt, dass Kinder, die nach dem Tod des ersten Elternteils ihren Pflichtteil verlangen, auch nach dem Tod des zweiten Elternteils nur den Pflichtteil erhalten. Die Kinder würden dann meist schlechter stehen, als wenn sie den normalen Gang des "Berliner Testaments", nämlich das Lebensende des letzten Elternteils, abwarten.

2. Widerruf/Änderung

Zu Lebzeiten beider Ehe- oder Lebenspartner können die Verfügungen in dem Testament widerrufen bzw. abgeändert werden. Nach § 2271 Abs. 2 BGB ist der Widerruf nach dem Tod eines Partners jedoch nicht mehr möglich. Dies kann zu dem Problem führen, dass der überlebende Teil nach dem Tod des Partners an das Testament gebunden ist und er es grundsätzlich nicht mehr - z.B. hinsichtlich der Nacherben - ändern kann.

Die Möglichkeit der Änderung des Testaments auch nach Versterben eines Ehe- oder Lebenspartners durch den noch lebenden kann jedoch - entgegen der gesetzlichen Bestimmungen - im Testament geregelt werden.

3. Form

Wird das Berliner Testament nicht von einer Notarin oder einem Notar aufgesetzt, muss es von einem der Ehe- oder Lebenspartner per Hand geschrieben und unterzeichnet werden. Der zweite Ehe- oder Lebenspartner setzt dann noch seine Unterschrift darunter.

4. Hinterlegung

Das Testament kann in mehrfacher Ausführung bei einer Notarin/Anwältin oder einem Notar/Anwalt, bei den Nachkommen des Paares und sonstigen Menschen hinterlegt werden, die im Falle des Todes beider oder eines Partners die Existenz des Testaments bestätigen und es gegebenenfalls auch vorlegen können.

5. Einheits- und Trennungsprinzip bei der Regelung des Erbfalls

  • Einheitsprinzip: Im Einheitsprinzip, wird der Überlebende zum Vollerben (das gesamte Vermögen des Verstorbenen) geht über und die Dritten, die Teil der Erbfolge sind (bspw. Kinder), werden dann Schlusserben. Sie erben dann die beiden Teile die, vom als letztes verstorbenen, übrig gelassen werden. Dies hat seine Vor- und Nachteile, vor allem bei der Sicherung des Erbes für die Kinder. So kann z.B. der Überlebende frei über das Vermögen verfügen, was bei einer erneuten Ehe oder Lebenspartnerschaft problematisch werden kann.
  • Trennungsprinzip: Bei der Trennungslösung setzen die Eheleute jeweils den Überlebenden zum Vorerben des Erstverstorbenen ein und einen Dritten einmal zum Nacherben des Erstverstorbenen nach dem zweiten Erbfall und zugleich zum (Ersatz-)Erben des Überlebenden. Beim ersten Todesfall entstehen zwei getrennte Vermögensmassen - das von der Vor- und Nacherbschaft betroffene Vermögen des Erstverstorbenen und das eigene Vermögen des überlebenden Ehegatten, über das er unbeschränkt verfügen kann, wenn das gemeinschaftliche Testament nichts anderes bestimmt.


ANWENDBARES RECHT:

Anwendbares Recht sind die §§ 1931 ff. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), LPartG.


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