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Postmortale Vollmacht

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Postmortale Vollmacht

Mit dieser Vorlage kann eine postmortale Vollmacht erstellt werden. Unter einer postmortalen Vollmacht versteht man eine Vertretungsmacht, die erst nach dem Tod des Vollmachtgebers wirksam wird. Mit einer Vollmacht räumt der Vollmachtgeber dem Bevollmächtigten das Recht ein, in seinem Namen zu handeln. Die Rechtsgeschäfte, die der Bevollmächtigte im Rahmen dieser Vollmacht tätigt, wirken somit für und gegen den Vollmachtgeber.

Eine postmortale Vollmacht kann aus verschiedenen Gründen hilfreich sein. Der größte Vorteil der Erteilung einer postmortalen Vollmacht ist, dass der Bevollmächtigte unmittelbar nach dem Tod des Vollmachtgebers handlungsfähig ist, ohne die Erteilung eines Erbscheins, die Eröffnung der letztwilligen Verfügung oder die Ausstellung eines Testamentsvollstreckerzeugnisses abwarten zu müssen.

Die postmortale Vollmacht ist zu unterscheiden von der regulären Vollmacht sowie von der transmortalen Vollmacht. Die Wirksamkeit der reguläre Vollmacht endet mit dem Tode des Vollmachtgebers. Die Wirksamkeit der transmortalen Vollmacht geht zwar ebenso wie die postmortale Vollmacht über den Tod des Vollmachtgebers hinaus, diese entfaltet sich aber bereits zu Lebzeiten des Vollmachtgebers.

Diese Vorlage kann verschiedene Inhalte haben: sie kann zur Abwicklung bestimmter Rechtsgeschäfte bevollmächtigen, zur Verwaltung eines Bankkontos, zur Entgegennahme und Abholung von Postsendungen, zur Verwaltung des digitalen Nachlasses oder generell zur Vertretung in allen gesetzlich zulässigen Angelegenheiten.

WAS SOLLTE MAN BEACHTEN?

Man sollte Angaben zum Vollmachtgeber und zum Bevollmächtigten bereithalten (Name, Geburtsdatum, Anschrift, usw.). Bei der Kontovollmacht sollte man außerdem Bankinformationen sowie IBAN (bzw. Kontonummer) bereithalten.

Eine Vollmacht kann grundsätzlich formfrei erteilt werden, d.h. auch mündlich. Setzt jedoch das betroffene Rechtsgeschäft eine Formvorschrift voraus, so muss auch die Vollmachtserteilung dieser Formvorschrift genügen. Es ist aus Gründen der Rechtssicherheit und aus Beweisgründen empfehlenswert, die postmortale Vollmacht stets schriftlich zu erteilen.
Es besteht auch die Möglichkeit, aber nicht die Pflicht, die Vollmacht notariell beurkunden zu lassen.

In der Regel muss der Bevollmächtigte die unterschriebene Vollmacht vorzeigen bzw. im Original oder in Kopie abgeben. Oftmals ist es notwendig, dass der Bevollmächtigte, wenn er von seiner Vertretungsmacht Gebrauch macht, einen Personalausweis vorzeigt um sich ausweisen zu können.

Die postmortale Vollmacht kann ein isoliertes Dokument darstellen, aber auch Inhalt einer Vorsorgevollmacht, einer Betreuungsverfügung oder eines Testaments (dies bedarf jedoch zunächst einer Testamentseröffnung) sein.

ANWENDBARES RECHT

Anwendbar sind die Vorschriften der §§ 167 ff. BGB.


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