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Einzeltestament

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Letzte Änderung 29.11.2016
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Letzte Änderung:29.11.2016

Größe:1 bis 2 Seiten

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Einzeltestament

Ein Einzeltestament ist ein eigenhändiges Testament nach §2247 BGB. Hier bei kann der Erblasser sein Erbe schriftlich regeln und seine Erbfolge sowie ein Vermächtnis bestimmten.

Diese Vorlage ermöglicht es Ihnen ein umfassendes Testament zu entwerfen, welches dann auch als Testament im Rechtsverkehr rechtskräftig ist. Bitte beachten sie aber: nach §2247 I muss ein Testament eigenhändig ausgefertigt werden. Sie können ihn also hier ausfüllen und ausbauen und müssen dann anschließend den gesamten Text handschriftlich verfassen. Eine elektronische Fassung ist nicht zugelassen.


Warum ein Testament?

Oftmals ist es notwendig aktiv bei der Zukunftsplanung zu sein. Das Verfassen eines Testaments ist sehr viel einfacher als man denkt und bietet auch einen bestimmten Grad an Absicherung. Das Dokument gibt Ihnen die Möglichkeit Ihre Erbfolge festzusetzen, ein Vermächtnis zu kreieren, Auflagen an das Erbe zu binden und noch vieles mehr zu regeln.


Wie sieht die gesetzliche Erbfolge aus?

In der Regel erben nach der gesetzlichen Erbfolge die Verwandten. Die Verwandten werden in Erbenordnungen eingeteilt. Das Gesetz unterscheidet folgende Ordnungen:

1. Ordnung: Abkömmlinge des Erblassers (sämtliche vom Erblasser abstammende Personen, also Kinder, einschließlich der nichtehelichen und der adoptierten Kinder, Enkel, Urenkel etc.; nicht hingegen Stiefkinder oder Ziehkinder), § 1924 BGB

2. Ordnung: Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge (Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Neffe, Nichte, Großneffe, Großnichte usw.), § 1925 BGB. Leben zur Zeit des Erbfalls beide Eltern noch, erben deren Kinder (also in der Regel die Geschwister des Verstorbenen) nichts. Lebt nur noch ein Elternteil, bekommt er die Hälfte, und der Rest wird auf die Abkömmlinge des verstorbenen Elternteils aufgeteilt. Falls keine Kinder vorhanden sind, erbt der überlebende Elternteil allein.

3. Ordnung: Großeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge (Großvater, Großmutter, Onkel, Tante, Cousin, Cousine usw.), § 1926 BGB

4. Ordnung: Urgroßeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge (Urgroßvater, Urgroßmutter, Großonkel, Großtante usw.), § 1928 BGB

5. Fernere Ordnungen: entferntere Voreltern des Erblassers und deren Abkömmlinge, § 1929 BGB

Hierbei ist zu beachten: Verwandte erster Ordnung schließen alle anderen Verwandten aus.


Was sollte man beachten?

Nach §2247 II muss ein Testament drei wesentliche Angaben beinhalten:

  • Zeit der Erklärung (mit Tag, Monat Jahr)
  • Ort der Niederschrift
  • Unterschrift mit vollem Namen (Vor- Zunahme)

Daneben sollten Sie sich natürlich Gedanken darüber machen, wer im Testament mit einbezogen werden soll, ob sie eine Person aus Ihrer gesetzlichen Erbfolge enterben wollen (beachte: Pflichtteilsansprüche bestehen weiterhin, wenn es sich bei dem Erben um einen Pflichtteilsberechtigten handelt), sowie Ersatzerbe und Nacherbschaft oder Vorerbschaft.


Was kann in einem Testament geregelt werden?

Die Regelungen eines Testaments richten sich nach §2247ff BGB, allerdings können Erblasser auch sehr viel mehr als nur die Erbfolge in einem Testamen regeln. So können Auflagen auch an das Erbe gebunden werden, nach §1940 BGB. Hiernach kann der Erblasser den Erben, oder einen Vermächtnisnehmer zu einer Leistung verpflichten.

Das Enterben steht Ihnen auch frei, wobei hier zu beachten ist, dass der Pflichtteil dem nahen Verwandten trotzdem zusteht. Wie sich die Enterbung auf die Abkömmlinge des enterbten Erben - im Bezug auf Ihr Erbe - auswirkt, können Sie auch regeln.

Sie können auch Regelungen gegen einen möglichen Verzicht einbringen, also wie möglich Erbfolgen aussehen. Sie koönnen auch entscheiden wer Testamentvollstrecker werden soll (oftmals Familienanwalt, oder eine andere Vertrauensperson). Testamentvollstrecker sind oft dann notwendig, wenn es sich um einen eher komplizierten Erbfall handelt.


Vermächtnis!

Sie können zudem auch ein Vermächtnis einrichten, in dem Geldbeträge und Gegenstände einem Vermächtnisnehmer hinterlassen werden können. Der Anspruch des Vermächtnisnehmers richtet sich gegen den Erben, da dieser nicht Erbe wird. Ein Tipp: Sorgen sie für die Benachrichtigung des Vermächtnisnehmers, Testamente werden nur vor den Erben eröffnet. Es kann also passieren, dass Vermächtnisnehmer nie von ihrem Anspruch aus dem Testament erfahren.


Relevantes Recht:

Allgemein relevant sind die §§2247 ff BGB, sowie weitere Vorschriften aus dem Erbrecht (Buch 5) des BGB.


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Sie füllen einen Vordruck aus. Das Dokument wird nach und nach vor Ihren Augen auf Grundlage Ihrer Antworten erstellt.

Am Ende erhalten Sie es in den Formaten Word und PDF. Sie können es ändern und es wiederverwenden.

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